Kreuzfahrt auf die Kanaren
Die kanarischen Inseln – einmal alle Highlights zum Mitnehmen bitte!
Entscheidet man sich erst einmal für einen Besuch der kanarischen Inseln, fällt es oft schwer sich für die ultimative Insel der dazugehörigen sieben zu entscheiden. Ganz oben im Ranking stehen dort meist Gran Canaria, Teneriffa und Fuerteventura, aber selbst unter ihnen zu präferieren fällt einem nie Dagewesenen oft schwer.
Daher bietet sich eine Kreuzfahrt als perfekte Alternative für alle entscheidungsunfreudigen Urlauber unter den Kanaren-Besuchern an. Grund dafür sind die kultur-historisch wertvollen Anlegestellen, die im 15. Jahrhundert von Seefahrern angelegt wurden und als Stützpunkt für Marinefahrer und Anlegestelle für Handelsflotten dienten. Jene Häfen sind auf den kleinen Vulkaninseln verteilt und lediglich über Fähren zu erreichen.
Welche Hafenstädte zu den beliebtesten Anlegestellen für Kultur- und Archäologie-Liebhabern gehören soll hier kurz dokumentiert werden.
Die größte Stadt der Kanaren, Las Palmas, liegt auf Gran Canaria und wird von ca. 400.000 Menschen bewohnt. Sie deckt den größten Anteil des kulturellen Rahmens ab, den die kanarischen Inseln zu bieten hat. Wer auf der Suche nach altertümlicher und zeitgenössischer Kulturgeschichte ist, kommt hier vollends auf seine Kosten. Museen wie das Museo Elder (Schwerpunkt: Wissenschaften), das Museo Atlantico de Arte (moderne Kunst) oder das Museo Camario (kanarische Bevölkerung allgemein) bedienen die komplette Bandbreite an wissenswerten Informationen über die gesellschaftliche Entwicklung der Inselgemeinden. Auch die monumelntale Kathedrale Santa Ana, die bereits 1497 erbaut wurde, ist mit ihrem historistischen Baustil immer eine Besichtigung wert.
Der alte Stadtkern mit den im Kolonialstil gehaltenen, bunten Häusern sowie die Strandpromenade direkt am Hafen, verleihen der Inselhauptstadt seinen individuellen Charme. Auch des Wetters wegen, sollte man Gran Canaria unbedingt einen Besuch abstatten. Glaubt man einer US-amerikanischen universitären Studie, trifft man in Las Palmas auf das weltweit beste Klima.
Santa Cruz, die Hauptstadt Teneriffas, bietet mit seiner Stier-Arena die Möglichkeit, sich in altertümliche Sphären hineinzuversetzen. Heute werden die Anlagen jedoch ausschließlich für Konzerte und andere Performances genutzt.
Das Museo de la Naturaleza y el Hombre (für Kultur der Ureinwohner) bietet Wissbegierigen genügend Stoff für einen Aufenthalt, während die Shoppinglustigen die Innenstadt erobern oder mit dem Bus in ein 7kn vom Hafen entferntes Fischerdorf wagen, indem bis heute keine Strom- und Wasserversorgung vorliegt. Die Guanchen, so nennen sich die Ureinwohner („Menschen von Teneriffa“) leben noch wie vor Zeiten der Kolonialisierung durch die Spanier im 15. Jahrhundert. In jenem Kleinen Fischerdorf in den Hängen der Masca-Schlucht, dem Tal der Drachenbäume, gibt es keine Autos. Die einzigen Fortbewegungsmittel und Packstützen sind die Esel, die als Teil der Familienmitglieder gelten.
Grundsätzlich hat jede Inselhauptstadt sein eigenes Flair und sollte bei einem Besuch der Kanaren, wenn irgendwie möglich mitberücksichtigt werden. Die verschieden Gesichter der einzelnen Inseln wirken am intensivsten in einem gesetzten Rahmen.
