Geschichte zu Teneriffa
Achinech, Nivaria, Echeide, Tener-ife, all diese Namen standen im Laufe der vergangenen zwei Jahrtausende für die größte und schönste der kanarischen Inseln: Teneriffa. In ihrer Mitte erhebt sich majestätisch der Pico del Teide, mit 3718 m der höchste Berg Spaniens, und zugleich Wahrzeichen der Insel. Schon lange bevor die Kanaren zum spanischen Festland gehörten lebten hier Menschen die ihren Ursprung in den Berberstämmen Nordafrikas hatten. Viele Mythen beschreiben den langen und gefahrvollen Weg über den Atlantik, den diese Menschen einst genommen haben müssen und noch heute tobt ein heftiger Wissenschaftsstreit über die ersten Menschen auf den Kanaren. Denn obwohl die Inseln an der dichtesten Stelle nur 100 km vom afrikanischen Festland entfernten, macht der Golfstrom eine direkte Atlantik Überquerung unmöglich. Viel wahrscheinlicher ist es, dass die ersten Bewohner der kanarischen Inseln aus dem östlichen Mittelmeerraum kamen, die Straße von Gibraltar passierten und dann in südlicher Richtung, der afrikanischen Westküste entlang auf die kanarischen Inseln stießen und diese besiedelten. Seefahrer, die im Laufe der Jahrhunderte auf die kanarischen Inseln stießen, berichteten immer wieder von den Inseln der Glücklichen. Dies sollte sich jedoch Anfang des 15. Jahrhunderts ändern, als Spanien sein Auge auf die kanarischen Inseln warf und die Christianisierung beschloss. Doch erst als die Truppen des Alonso Fernandéz de Lugo am 25.12.1495 bei La Victoria die entscheidende Schlacht gegen die Guanchen für sich entschieden, endete damit de facto die fast 100 Jahre dauernde Conquista der kanarischen Inseln. In den folgenden Jahrhunderten entwickelte sich Teneriffa zum Verkehrsknotenpunkt zwischen Europa und Amerika. In der Zeit als die Weltmeere ausschließlich durch Segelschiffe passten sich die Guanchen an das Leben und die Kultur der spanischen Eroberer an und heute sind die kanarischen Inseln und Teneriffa fester Bestandteil des spanischen Königreiches.
