Candelaria
Candelaria hat seinen Ortsnamen nach dem katholischen Mariä Lichtmess (spanisch: Candelaria) erhalten. Kein Wunder also, dass Candelaria heute der bedeutendste katholische Wallfahrtsort der Kanarischen Inseln ist. Jeweils im Februar, 40 Tage nach Weihnachten, und am 14. und 15. August pilgern Tausende von Spaniern zur Basilica de la Virgen, um bei der heiligen Jungfrau, um Vergebung für begangene Sünden zu bitten. Der Überlieferung nach wurde Ende des 14. Jahrhunderts, also in der vorspanischen Zeit, bei Candelaria eine Madonnenstatue an Land gespült und von den Guanchen geborgen. Als die Spanier gut 100 Jahre später die Insel in Besitz nahmen wurde dies als Zeichen gedeutet, dass die Heilige Jungfrau die Ureinwohner Teneriffas auf den rechten christlichen Weg bringen wollte. Bei einer schweren Sturmflut im Jahre 1826 wurde die originale Madonnenfigur vom Meer mitgerissen und ist seitdem verschollen. Kanarische Künstler fertigten daraufhin eine Replik, die noch heute in der Basilica von Candelaria zu sehen ist. Eine weitere Sehenswürdigkeit sind die überlebensgroßen Bronzestauen der letzten neun Guanchenkönige, die auf dem Plaza Patrona de Canarias, direkt vor der Basilika, zu bewundern sind.
